Der Niembaum – Ursprung und Botanik

Von pinay06 – Eigenes Werk, CC BY 2.5

Der Niembaum ist ein Verwandter des Mahagonibaumes und stammt ursprünglich aus Burma, dem heutigen Myramar. Die wissenschaftliche Bezeichnung ist Azadirachta indica. Heute gibt es ihn hauptsächlich in Ostindien und Bangladesch.

Sein Alter schätzt man auf 40 – 50 Millionen Jahre.

Obwohl der Niembaum zur Familie der Mahagonigewächse gehört, ist sein Hölz nicht rot, sondern hellbraun oder gelblich. Obwohl der Niembaum ein sehr schnell wachsender Baum ist, ist die Qualität des Niembaumes durchaus in Ordnung. Im Aussehen ähnelt es unserem Ahorn. Dasy Holz ist hart und eignet sich für den Bau von Möbeln oder Werkzeugen.

Von J.M.Garg – Eigenes Werk, CC BY 3.0,

Unter idealen Bedingungen erreicht der Niembaum eine Höhe von 20 m und ein Alter von etwa 200 Jahren. Niembäume wachsen relativ schnell und beginnen im Alter von 3 – 5 Jahren bereits die ersten Früchte zu tragen. Ein ausgewachsener Niembaum schafft locker ca. 50 kg Früchte pro Jahr.

In sehr heißen Regionen speilt der Niembaum bei Aufforstungsmaßnahmen eine zunehmend größere Rolle. Der Niembaum verträgt sehr hohe Temperaturen und braucht ausgesprochen wenig Wasser.

Durch gewaltige Aufforstungsprojekte hat sich der Niembaum auch nach Südostasien, West- und Ostafrika, Kapverdische Inseln, Mittelamerika, Florida, Kalifornien und in die Karibik verbreitet.

Der Niembaum ist ausgesprochen anspruchslos. Er verträgt problemlos Hitze bis zu 50° und begnügt sich mit einer Niederschlagsmenge von ca. 400 Millimeter im Jahr.
Frost und nassen Boden kann der Niembaum jedoch nicht vertragen.

Der Niembaum blüht in Indien von Januar bis Ende April. Die Niemblüten sind kleine und weiße Büschel mit einem Geruch der nach Jasmin erinnert.  Die Niemfrüchte sind im Reifezustand grünlich – gelb und ca. zwei Zentimeter lang. Das süße Fruchtfleisch ist essbar und wird von afrikanischen Kindern gerne gegessen.

In Afrika wurde der Niembaum erst Anfang des letzten Jahrhunderts heimisch.
Aus eigener Reisetätigkeit wissen wir, dass speziell im afrikanischen Raum die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Niembaumes häufig nicht bekannt sind. Man nützt die Niembäume als Schattenspender – und das war es dann. Eigentlich schade drum.