Der Niembaum (oder Neembaum) nimmt in der indischen Kultur einen besonderen Platz ein.
Funde beweisen, dass Niemblätter bereits vor ca. 4500 Jahren bekannt waren. Erstmals in religiösen Aufzeichnungen erwähnt wurde der Niembaum um ca. 1.500 vor Christus. Die ältesten Aufzeichnungen über die Verwendung von Produkten des Niembaums datieren ca. um 500 vor Christus.
Die nachweisbare Wirksamkeit von Niemprodukten über Jahrhunderte, machen den Niembaum zu einer der wichtigsten Pflanzen in der ayurvedischen Medizin.

Das Wort Niem stammt aus dem Sanskrit und bedeutet in etwa „Heilspender oder Krankheitserleichterer“.

Von der größten indischen Glaubensgruppe der Hindus, wird der Neembaum geradezu verehrt. Bei nahezu allen Kulturfesten ist der Niembaum dabei und in vielen ihrer religiösen Riten bekunden die Hindus den festen Glauben an die Heilkräfte des Niembaumes.
Traditionsgemäß verzehren viele Inder am Neujahrstag Niemblätter  – sie sollen Glück bringen. Außerdem nehmen sie ein Bad mit Niemblättersud, um Körper und Seele zu reinigen.

Ayurvedische Ärzte empfehlen am Winterende eine Kur mit Niemblätter, um sich so für den Rest des Jahres vor Krankheiten zu schützen.
Der Rauch von verbrannten Neemblättern soll die bösen Geister vertreiben.
Niemprodukte finden Verwendung sowohl bei Gesundheits- und Kosmetikprodukten als auch in der Medizin und bei der Schädlingsbekämpfung.

In Indien gehört der Niembaum zum Alltag

Er bietet Hilfe bei vielen alltäglichen Beschwerden. Er ist hilfreich bei kleinen Verletzungen, bei Beschwerden im Magen- Darmbereich und schützt Nahrungsmittel in den Vorratskammern vor Schädlingsbefall

Allerdings hat für die indische Mittel- und Oberklasse nun auch die Neuzeit begonnen. Man passt sich immer mehr der westlichen Lebensweise mit all ihren negativen Auswüchsen an und uraltes Wissen wird wahrscheinlich in den nächsten Generationen verschwunden sein.

Lediglich die arme Landbevölkerung, die an den „Errungenschaften“ der Industrienationen keine Teilhabe hat, wird das Wissen um die Fähigkeiten des Niembaums bewahren und wohl weitergeben.

Nachdem sich hier bei uns die Überzeugung schön langsam durchsetzt, dass wir mehr zum Schutze unserer Umwelt tun müssen, steigt die Nachfrage nach Niemprodukten seit Jahren kontinuierlich an. Das ist erfreulich und diese Webseite möchte dazu beitragen, dass das erst der Anfang ist und in Zukunft die Produkte die der Niembaum zu bieten hat, weitere Verbreitung finden.

Niembaum und Wissenschaft

Von Wissenschaftlern werden weltweit immer mehr Anwendungsmöglichkeiten des Niembaumes erforscht.
Allerdings gibt es bei uns keine umfassenden klinischen Untersuchungsreihen, die gemäß der geltenden Vorschriften die Wirksamkeit von Niemprodukten beweisen. Das kann am fehlenden Geld oder einem Wissensmangel über den Niembaum in westlichen Ländern liegen.

Vielleicht ist ein Grund auch darin zu suchen, dass Naturprodukte wie der Niembaum nicht so ohne weiteres zu patentieren sind und damit auch das wirtschaftliche Interesse der Pharmakonzerne an belastbaren Forschungsergebnissen ausgesprochen gering ist.

Viele Einzeluntersuchungen in anderen Ländern haben jedoch auf interessante Anwendungsmöglichkeiten hingewiesen.

Hier einige Beispiele.

Aids:

Gesundheitsinstitute in Amerika veröffentlichten ermutigende Labortests, die weitere Untersuchungen von Niemprodukten zur Verhinderung und Heilung von Aids rechtfertigen.

Allergien:

Niemprodukte helfen – äußerlich und innerlich angewendet – bei allergischen Reaktionen

Diabetes:

Niemblätterextrakte können bei bestimmten Diabetesformen die Insulinmengen bis zu 50% reduzieren.

Geschwüre:

Niemextrakte können Wunden und Beschwerden im Magen und Darmbereich spürbar lindern und die Heilung beschleunigen.

Herpes:

Niemextrakte beschleunigen lt. Untersuchungen in Deutschland eine schnellere Abheilung der Bläschen.

Hautkrankheiten:

Niemextrakte können ausgesprochen effektiv bei Hautkrankheiten wie z. B. Akne, Ekzeme, Schuppen und Warzen helfen.

Insektenabwehrmittel:

Untersuchungen bestätigen, dass Niem synthetischen Chemikalien wie z. B. DEET (vermutlich krebserregend) bei der Insektenabwehr in nichts nachsteht.

Insektizid:

Niempulver (Neempulver) und Niemöl (Neemöl) ist von der amerikanischen Umweltbehörde US-EPA zur Verwendung beim Anbau von Nahrungsmitteln zugelassen. Niem (Neem) ist für die Nützlinge wie z. B. Bienen, Marienkäfer und Vögel ungiftig, bekämpft aber wirksam über 200 verschiedene Arten von Schädlingen.

Malaria:

Niemblätter (Neemblätter) enthalten den Wirkstoff Irodin A.
Laborversuche weisen nach, dass medikamentenresistente Malariastämme innerhalb von 3 Tagen zu 100% absterben.

Parasiten:

Parasiten wie Kopfläuse und Krätze werden mit Niem (Neem) zuverlässig abgetötet.

Schuppenflechte (Psoriasis):

Niemöl (Neemöl) und gestossene Niemblätter (Neemblätter) vermindern Juckreiz und Schmerzen und reduzieren die Größe der Hautveränderungen.

Verhütungsmittel:

Wenn bei uns auch nicht von Bedeutung, kann doch darauf hingewiesen werden, dass Niem (Neem) die Fruchtbarkeit männlicher Affen herabsetzte, ohne die Libido oder die Samenproduktion zu verringern. Vielleicht entsteht aus diesen Forschungsergebnissen ja auch mal die „Pille für den Mann“.
Niemöl (Neemöl) als Vaginalgleitmittel verhindert bis zu 100% Schwangerschaftsversuche.
Für unseren Kulturkreis ist diese Anwendung jedoch nicht zu empfehlen.

In manchen Gegenden versuchen die Frauen auch durch das Kauen von Niemblättern (Neemblättern) einer ungewollten Schwangerschaft zu entgehen.

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